Unsere neue Postdistanzsäule

Projekt Postdistanzsäule Liebstadt

Die Stadt Liebstadt ist ein Kleinod im Seidewitztal südwestlich von Pirna, sie liegt idyllisch im Übergangsbereich der Sächsischen Schweiz zum Osterzgebirge und dem Grenzgebiet zu Tschechien.

Schon mehrere hundert Jahre ist der Ort bedeutend für die sächsisch-böhmische Kultur und Geschichte.

Berühmte sächsische Adelsgeschlechter wie die von Bühnau und von Carlowitz waren hier sesshaft.

Ein uralter fast vergessener Pilgersteig von der Lausitz nach Böhmen tangiert die Stadt und wartet auf eine Erfassung in die sächsischen Pilgerwege.

Geologische Naturdenkmäler und Mineralienaufschlüsse sowie Relikte des mittelalterlichen Bergbaues sind für den kundigen Wanderer und Besucher ein bleibender Eindruck von der Vorgebirgslandschaft um unsere Stadt.

Liebstadt liegt am historischen Verkehrsweg Dresden Prag, der alten kursächsischen Poststraße von Dresden über Dohna nach Teplitz in Böhmen.

Liebstadt wurde als Pferdewechsel- und Poststation mit in das kursächsische und weiterführend als königlich-sächsische Poststraßennetz einbezogen.

Derzeit war im Ortskern von Liebstadt kein repräsentatives Detail dieses verkehrsgeschichtlichen Weges, der durch Zürner vermessen und mit Postmeilensteinen dauerhafte Markierungen erhielt, vorhanden. Die Stadtmitte von Liebstadt, also der Markt, ist Kreuzungspunkt mehrerer Straßen und Wanderweg. An dieser exponierten Stelle ist mit unserem Förderprojekt „Postmeilensäule und Stationsstein Liebstadt“ ein Informations- und Präsentationspunkt für uns und unsere Besucher entstanden.

Die Stadt Liebstadt ermöglichte dem Heimatverein die Aufstellung der Postdistanzsäule auf dem städtischen Grundstück Liebstadt Markt 8. Damit wurde ein beeindruckendes Zeugnis der sächsischen Verkehrsgeschichte am Markt in Liebstadt als kulturgeschichtlich interessantes Objekt wiederbelebt.

Der Heimatverein Liebstadt e.V. war seit mehreren Jahren bemüht, das Vermächtnis einer Gönnerin der Stadt Liebstadt zu erfüllen. Diese bereits verstorbene Person, Frau Jobst, hat eine größere Summe dem Verein zweckgebunden überlassen, mit dem Ziel, diese verlorengegangene Postsäule Liebstadt wieder zu errichten.

Da die finanziellen Mittel unseres Vereins eine Vollfinanzierung dieser Maßnahme nicht ermöglichen bemühten wir uns in einem Beantragungsverfahren ab Februar 2018 um die Bewilligung von Fördermitteln des LEADER-Programmes zur Realisierung des Projektes „Postmeilensäule und Stationsstein Liebstadt“.

Den Bewilligungsbescheid für unser Vorhaben erhielten wir persönlich übererreicht von unserem Landrat Herrn Geissler im September 2018, damit konnte mit der Beauftragung der einzelnen Gewerke begonnen werden.

Von Gewerbetreibenden der Region, den Sächsischen Sandsteinwerken Pirna und dem Bildhauer Herrn Börner aus Dresden wurde aus unseren Wünschen Realität.

Nicht unerwähnt sollen die kulturgeschichtliche Fachbetreuung durch die Forschungsgruppe Kursächsische Postsäulen e.V., die finanzielle Unterstützung der Stadt Liebstadt mit der Übernahme der Zwischenfinanzierung und die nicht gezählten Einsatzstunden von Vereinsmitgliedern bleiben.

Mit der Fertigstellung und Einweihung des gestalteten Umfeldes am 09. Juni 2019 im Rahmen des Stadt- und Vereinsfestes Liebstadt 2019 wurde die Postdistanzsäule als prächtiges Schmuckstück in einem Festakt der Öffentlichkeit übergeben.

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